Campingausflug durch Südtirol und die Dolomiten
Tag 1
Nach einer langen Zeit ohne Urlaub und Reisen war es Ende September endlich so weit. Der erste Urlaub des Jahres stand an. Nach so einer langen Zeit arbeiten, war dieser auch bitter nötig. Ich beschloss, meine Eltern nach Südtirol zu begleiten. Wir starteten unsere Reise am Freitagnachmittag mit gefühlt 200 kg Übergewicht und nach ein paar Staus später machten wir den ersten Halt in Füssen im Outlet. Dort ist die Modemarke 1803, welche Kleidung im Stil der Alpenregion angehaucht sind. Die Kleider sind sehr gut verarbeitet. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel kauft. Da das ganz schön ins Geld gehen kann. Nach einem kurzen Shoppingrausch beschlossen wir das Abendessen am Forggensee zu verbringen. Ein sehr schöner Blick auf das Schloss Neuschwanstein und den See brachte uns schnell in Urlaubsstimmung.
Nach einem gemütlichen Abendessen fuhren wir noch bis Sterzing weiter. Wo wir die erste Nacht auf einem Stellplatz an der Autobahn verbrachten.
Tag 2
Nach einem angenehmen Schlaf und der Morgenroutine packten wir unser VW Bus zusammen und fuhren weiter nach Sterzing. Da wir normalerweise über die Brennerautobahn fahren, lassen wir die Stadt immer im Rückspiegel. Anders dieses Mal. Nach einer kurzen Parkplatzsuche machten wir uns in die Innenstadt auf und wurden mit einem roten Teppich in Empfang genommen. Aufgrund eines Jubiläums ist dieser durch die komplette Fußgängerzone ausgerollt.
Ein wunderschöner Ort mit schön bemalten Fassaden und kleinen Läden. Ein kurzer Stop ist daher zu empfehlen.
Im Anschluss ging es auf direktem Weg nach Brixen. Nach einer sehr leckeren Lasagne im Restaurant Ristorante Torre Bianca schlenderten wir durch die Gassen. Durch Zufall war an diesem Tag eine Fahrradmesse mit allen nennenswerten Marken. Dadurch war in den engen Gassen immer Verkehr.
Da es leicht angefangen hat zu tröpfeln, beschlossen wir zum Auto zurückzukehren und zu unserem ersten Campingplatz zu fahren. Welche nicht weit von Bozen entfernt war. Um genau zu sein, waren wir auf dem Steiner Camping in Leifers. Sehr moderne sanitäre Anlagen, große und mit viel Wein bedeckte Stellplätze, sodass man viel Privatsphäre genießen konnte. Dort angekommen bauten wir alles auf und genossen ein paar Sonnenstrahlen. In der folgenden Nacht durfte ich dann auch das erste Mal im Zelt übernachten. Sagen wir es mal so. Einstellige Grade in der Nacht bedarfen entweder einen guten Schlafsack oder mindestens 3 Decken. Zweitens hatte ich Gott sei Dank. Auch wenn ich spätestens nach der 2 Nacht ein warmes Hotelzimmer ersehnte. Na ja, hilft ja nichts. Da muss man durch. Bin ja noch jung ;).
Tag 3
Am Folgetag ist nicht so viel passiert. Wir haben gefrühstückt und sind dann mit dem E-Bike losgefahren. Der Plan war zum Kalterer See zufahren, und im Anschluss über einen Bogen wieder zurück zum Campingplatz. Aus unserem kleinen Bogen wurde ein etwas größerer Bogen. 60 km später und 1 Batterie auf 0 später sind wir dann am späten Nachmittag am Camper wieder angekommen. Kleiner Tipp: Niemals alle Objektive mitnehmen. Es lohnt sich nicht und es ist sehr schwer. Ich sprach aus Erfahrung.
Tag 4
Nach dieser anstrengenden Radtour sollte der nächste Tag etwas entspannter werden. So zumindest der Wunsch von mir. Was so auch recht gut geklappt hat. Da das Wetter an diesem Tag etwas besser vorhergesagt war, entschieden wir zum UNESCO Naturparks Puez–Geisler zu gehen. Genauer ins Ski- und Wandergebiet Seceda. Dort gibt es eine markante Bergkette, welche so richtig durch Apple bekannt wurde, da Apple das Bergpanorama als Hintergrund in einer Präsentation verwendete. Mein Wunschbild war, die Bergkette mit grüner Wiese zu fotografieren. Aber wie so oft machte ich die Rechnung ohne das Wetter. Es schneite die letzten Tage, sodass die Kante leider nicht so gut zum Vorschein kam. Dennoch entstanden ein paar schöne Bilder.






Erstaunlich wie viele Leute da hoch und Bilder machen wollen und das alles trotz der happigen Gondelfahrt von 40 €. Was man nicht alles macht für ein Bild. Dennoch bin ich zufrieden mit der Ausbeute der Bilder. Gerade das neblige mit den Steinen und dem Wald gefallen mir besonders gut. Auf dem Runterweg beschlossen wir von der Mittelstation den Rest noch zu Fuß zu laufen. Bei schönem Wetter lief es wie von alleine. Kurz bevor wir im Tal waren, gab dann noch einen Apfelstrudel und ein Skiwasser.
Tag 5-6
An den nächsten beiden Tagen ist etwas weniger passiert. Wir sind Dienstag zum nächsten Campingplatz aufgebrochen. Diese liegt gute 20min von Meran entfernt. Schöner kleiner Platz mit einer Pizzeria und einem Tennisplatz. Auf dem weg zum Campingplatz haben wir noch einen Abstecher in die Rastenbachklamm gemacht, welche sich als sehr Fotogen rausstellte.
Die letzten beiden Tage
Nachdem das Wetter an unserem 2. Campingplatz alles andere als schön war und für die letzten beiden Tage nicht wirklich besser vorausgesagt war, entschieden wir spontan weiter zufahren. Wir fanden einen Stellplatz inmitten der Dolomiten, welcher wunderschön gelegen war und das Wetter strahlend blauen Himmel voraussagte. Also beste Voraussetzungen, den Urlaub mit einem Highlight zu beenden. Nachdem wir unser Dach gepackt haben, ging es auch schon los. Von unserem Campingplatz Ganthaler waren es bisschen mehr als 1h bis zum neuen Campingplatz, dem Camping Vidor Family & Wellness Resort. Schon die Fahrt dort hin war ein beeindruckendes Erlebnis. Wir sind eine Skifahrerfamilie und gehen seit vielen Jahren jeden Winter zum Skifahren nach Österreich, der Schweiz oder nach Deutschland. Aber solche Bergformationen und Riesenberge haben wir seither auch noch nicht gesehen. Unseren ersten Halt machten wir am Karrersee. Der für sein türkisblaues Wasser bekannter See, in dem sich die Berge und die Bäume bei wenig Wind im Wasser spiegeln, sollte ein Vorgeschmack auf die kommenden beiden Tage werden. Auch wenn man gestehen muss, dass er sehr touristisch geworden ist. Mit Riesenparkplatz und Gastronomie. Wir gingen einen kleinen Rundweg, der dann am See endete. Zu dieser Jahreszeit war nicht mehr so viel Wasser drin, sodass leider keine Spiegelung im Wasser zusehen war. Nichts desto trotz war der Rundweg sehr schön und auch schöne Bilder sind entstanden.
Weiter ging es über mehrere Pässe, bis wir schließlich an unserem Campingplatz / Stellplatz angekommen sind. Nach unserem mittlerweile routinierten Aufbauprozess war wir schnell fertig und beschlossen noch eine kleine Wanderung zu machen. Wobei das Wort klein so oder so interpretiert werden kann. Da auf Google Maps nicht die Höhenlinien sichtbar waren, gibt es doch etwas länger den Berg hoch. Dafür wurden wir mit wunderschönen Panoramen und Bergen belohnt. Kleiner Tipp noch, wenn ein Wanderweg wegen Baumfällarbeiten gesperrt ist. Geht ihn nicht. Es war zum Glück Sonntag und keiner arbeitete, aber an manchen Stellen war es unmöglich den Weg zu finden, weil alles mit Bäumen voll war. Nach dem etwas abenteuerlichem Ende kochten wir und ich fotografierte den ersten Sonnenuntergang im Urlaub. Normalerweise sehr ungewöhnlich, weil zu diesen Zeiten das Licht meist am schönsten ist. Im Folgenden ein paar Eindrücke von der Fahrt vom Karrersee, der Wanderung und dem Sonnenuntergang.








Den letzten Tag habe ich früh begonnen. Und zwar zum Sonnenaufgang um 6:30 Uhr. Nachdem ich etwas zu früh aufgestanden bin, wurde es nach und nach heller und die Sonnen leuchtete so wie in meiner App gezeigt, die Bergkette vor mir. Ich fotografierte fast 3h das gleiche Motiv und war beeindruckt, wie das Licht immer wieder einen anderen Teil des Steinmassiv verzauberte. Das Aufstehen hat sich auf alle Fälle gelohnt.





Ein Highlight der letzten beiden Tage, eigentlich des gesamten Urlaubs war die Fahrt über den Sella Pass.





Nach dieser schönen Fahrt ging es auf die lange Heimfahrt. Die mit mehreren Staus rund 8h ging. Aber die Erinnerung bleiben und eine Vielzahl schöner Bilder.